Hinweis: Werner Kofler Forschungsplattform (hg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr)

Die Onlineplattform streicht zwei grundlegende Qualitäten des Kofler’schen Œuvres hervor. Zum einen hat Kofler mit seiner Literatur »auf eigenwillige und überzeugende Weise so etwas wie ein Resümee der österreichischen Geschichte und Kulturgeschichte« (Wendelin Schmidt-Dengler) erarbeitet. Diese Leistung einer umfassenden Chronik und kritischen Kommentierung wird über den Stellenkommentar (und exemplarisch über »Koflers Ereignisse«) transparent gemacht. Zum anderen ist Koflers Werk wie wenige andere dazu angetan, Fragen der Intermedialität zu analysieren. In seinen Texten und Radioarbeiten wird eine genau komponierte Polyphonie hör- und lesbar; das Phänomen Stimme steht seit den lyrischen Anfängen und dem ersten Hörspiel (stimmen, 1969) im Mittelpunkt seiner Poetik. Dabei macht Kofler stets transparent, dass Stimmen immer medialisiert sind und unsere Rezeption immer eine medial vermittelte ist. Kofler arbeitete dabei intensiv mit Medienwechseln (Medientransfers): Ein Ziel der Plattform ist es, die enge Vernetzung des Kofler’schen Werks über Gattungsgrenzen hinweg aufzuzeigen und die Arbeiten für Radio, Theater und Film gleichberechtigt neben Koflers Prosaarbeiten zu stellen. Daher freut es uns besonders, dass die Produktionsfirma (Extrafilm, Bernd Neuburger) die Veröffentlichung von Koflers Film Im Museum (1991) und die Erbengemeinschaft die Veröffentlichung der dazugehörigen »Filmpartitur« erlaubt haben. 

Die Werner-Kofler-Forschungsplattform entstand im Rahmen von zwei durch den Forschungsförderungsfonds FWF geförderten Projekten: Durch die Publikationsförderung PUD 1-G23 konnte der im FWF-Projekt 27418 (2015–2018) erstellte Kommentar zu Koflers Prosa als Online-Version realisiert werden. Im FWF-Projekt 31557 (2018–2022) folgte der Kommentar der Bände IV und V der Printausgabe und seine Online-Implementierung.

Mediologie

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